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g
o l d r a u s c h _ w i e n
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malen lernen I - den richtigen lehrer finden
zunächst
sollte man sich einen guten lehrer aussuchen. mit dem steht und fällt
so ziemlich alles. unterrichten muss man sich so vorstellen, wie wenn
man von einem gefäss flüssigkeit in ein anderes giesst. wenn
im ersten gefäss schon wenig flüssigkeit drinnen war, so wird
sie im zweiten nicht mehr, eher weniger. bisschen was schüttet
man ja auch daneben. ich würde sagen - ja. natürlich kann man es auch alleine versuchen, aber das hat einen entschiedenen nachteil. jedes problem mit dem man als nachwuchszeichner oder -maler konfrontiert ist, haben andere künstler schon tausend- und millionenfach gelöst. mit der eigenständigen lösung verlieren sie viel zeit, ein lehrer dagegen, würde sie lediglich bei der hand nehmen und ihnen einen ausweg aus der vermeintlichen sackgasse zeigen. das ist der vorteil eines guten lehrers, soll aber einzelgänger nicht davon abhalten, den weg alleine zu beschreiten. wie sucht man sich einen passenden mallehrer aus? eigentlich
ganz einfach - man schaut sich seine werke an. wenn sie einem gefallen
und man so malen und zeichnen will, dann ist schon viel gewonnen. natürlich
kann sich ein guter pädagoge auch auf seine schüler einstellen
und ihnen aufgrund seiner erfahrung und seines wissens wege weisen,
die er selber gar nicht oder zumindest nicht zur gänze beschritten
hat, aber dem sind grenzen gesetzt. man kann eben nur das weitergeben,
was man beherrscht und woran man selber glaubt. wenn
sie einen potentiellen mal/zeichenlehrer nach seinen arbeiten bewerten,
so werden sie unter umständen ein blaues wunder erleben. sie werden
merken, dass es gar nicht so einfach ist, einen passenden lehrer zu
finden. nein.
ein guter lehrer ist nicht daran interessiert, kopien seiner selbst
zu vervielfältigen. er weiss, dass die welt mit einem exemplar
seiner selbst schon ausreichend bedient ist. die grundausbildung ist
für alle mehr oder weniger gleich. es geht ums sehen lernen, proportionen,
farbenlehre, bisschen kunstpsychologie und -geschichte und handwerkliche
fertigkeiten, wie z.b. leinwände aufspannen, malmittel aussuchen
usw. dann nach einigen jahren, trennen sich allerdings die wege. wenn
die basisprobleme gelöst sind, kann es sein, dass sich schüler
und lehrer trennen müssen, weil sie nicht mehr den gleichen weg
beschreiten. aber wie schon gesagt, dass passiert erst in einigen jahren
und ist hier nicht thema der einführung. grundsätzlich kann
aber gesagt werden, dass der lehrer die aufgabe hat den schüler
auf SEINEM weg zu begleiten und nicht versuchen soll ihn in eine richtung
zu drängen, die dem schüler nicht als wünschenswert erscheint.
die antwort ist einfach - sie sollten malen. um das zu tun, müssen sie ein bedürfnis haben zu malen, sonst werden sie lieber ein buch lesen oder fernsehen. es ist besser malen zu wollen, aber es nicht zu können, als malen zu können und nicht zu wissen was man damit anfangen soll. der erstere kann es lernen, der zweitere wird gar nichts machen, ausser mir vielleicht als malschüler auf die nerven gehen, weil er sich anstatt zu malen nicht für ein bildmotiv entscheiden kann ;)) wie
oft und wie lange sie malen sollten, hängt von ihren ambitionen
ab. wenn sie einfach nur freude an der kreativität, entspannung
und ausgleich suchen, dann ist es egal wie oft und wie lange sie malen
und zeichnen. so viel sie eben lust und zeit haben. wenn sie weiterkommen
wollen oder vielleicht sogar einmal davon leben wollen, dann ist ein
fertiges bild pro woche ein muss und nach möglichkeit sollten sie
jeden tag malen. wie schon gesagt, das hängt von ihren ambitionen
ab.
hört
auf eure instinkte.
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